Gesegnete Ostern!

3. April 2021

Dieses Bild habe ich heute in Oberkirch aufgenommen:
Es kann eine Geschichte erzählen, die wir auf den Spuren Maria von Magdalas deuten können, so wie sie in Joh 20 gezeichnet werden.
“Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab . . .”
Sie hat die Dunkelheit des Kreuzestodes Jesu nicht überwunden, aber ihre Sehnsucht treibt sie zum Grab Jesu. Das Sandsteinkreuz legt zunächst Zeugnis davon ab, wie die Dunkelheiten dieser Welt diesen Jesus erdrückt haben. So jedenfalls sieht es der christliche Glaube.
Im Kontrast zum blühenden Zwetschgenbaum erscheint das Kreuz fast noch dunkler: Erst im Licht der Liebe Gottes wird das Böse wirklich entlarvt.
“Maria aber stand draußen am Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen . . .”
Ihre Beziehung zu Jesus lässt sie weiter, tiefer blicken, bis sie die ersten Zeichen des neuen Lebens erahnt, in das hinein Jeus vom “Vater” gerettet ist.
Der Baum “im weißen Gewand” wirft auch ein neues Licht auf das Kreuz, das nun selbst zum Baum des Lebens wird.

Paul Singler

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